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Kartal Herscheid , Fußballverein, gegr. 1987 von türkischen Mitbürgern;

Kirchengemeinde, evangelisch; die Anfänge gehen auf die Jahre zwischen 900 und 1000 n. Chr. zurück; ein "Heriscethe" wird in der Schenkung des Königs Ludwig des Kindes an die Abtei Kaiserswerth aus dem Jahre 904 erwähnt; unter den Kirchen und Ortschaften, die Erzbischof Anno II. von Köln 1072 dem damaligen Kloster Grafschaft überweist, befindet sich auch "Herisceido", und im Werdener Probsteiregister von 1160 ist unter den abgabepflichtigen Höfen einer in "Heruscetha"; Namen von Herscheider Priestern aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts lassen darauf schließen, dass Herscheid zu dieser Zeit eine selbständige Kirchengemeinde war; in die Zeit des 11. Jahrhunderts fallen die Anfänge des Baus der heutigen Apostelkirche (damals St. Cyriakuskirche); während des 30-jährigen Krieges wurde die Herscheider Kirche geplündert, wobei das Kirchensiegel verloren ging; seit der Renovierung in den Jahren 1970/71 trägt das Gotteshaus den Namen "Apostelkirche"; Pastöre nach der Reformation: 1515 u. 1554 Dirich von Ludemert, er war verheiratet und hatte einen Sohn; 1554 u. 1592 Johann Wynecken; 1593-1624 Johann Reringhaus, ein Sohn der Gemeinde, der vorher Vikar in Valbert gewesen war; 1625-1658 Antonius Prätorius (Schulte); 1658-1664 Johann Schmale, er war gebürtig aus Lüdenscheid, studierte 1655 in Gießen und war 1657-1658 Vikar in Lüdenscheid - wohl nicht ganz freiwillig zog er mit seiner Familie nach Werl, wo er katholisch wurde und als Notar lebte; 1665-1695 Degenhard Pollmann aus Berg-Neustadt, der 1657 in Gießen studierte - ihm folgten seine Söhne 1695-1727 Joh. Hermann Kaspar Pollmann, der 1691 ebenfalls in Gießen studiert hatte, und 1727-1739 Wilhelm Degenhard Pollmann;

Kirchengemeinde, St. Marien, katholisch; ab 1552 wurden in Folge der Reformation in der St. Cyriakuskirche (1970/71 umbenannt in Apopstelkirche) evangelische Gottesdienste abgehalten; Katholiken gab es kaum noch: 1867 waren es 9, 1910 schon 38 und 1925 waren es 123 Katholiken, und 1940 stieg ihre Zahl auf 400; Vikar Josef Bartholme aus Lüdenscheid übernahm die seelsorgerische Betreuung, er hielt am 25.02.1934 erstmals nach 382 Jahren in der Wehrhalle eine katholische Messe; 1939 wurde mit fünf Kindern die erste Erstkommunion gefeiert; im November 1940 wurde innerhalb der Pfarrgemeinde Plettenberg die Pfarrvikariegemeinde Herscheid errichtet und Vikar Franz Sondermann zum ersten Pfarrvikar bestellt; Gottesdienste fanden im kleinen Saal der Gastwirtschaft Schmidt (über der heutigen Kegelbahn Brinker) statt; 1945 schenkten die Amerikaner (Major Miller) den Herscheider Katholiken eine Baracke, die zuvor in Plettenberg-Lettmecke abgebrochen und in Herscheid (als Kapelle) wieder aufgebaut werden konnte; am 04.11.1962 Grundsteinlegung zur Kirche St. Marien, am 21.09.1963 erfolgte die Weihe des neuen Gotteshauses;


Am Palmsonntag 1980 weihte Kreisdechant Prälat Paul Solbach das in der Kirche St. Marien bereits vorhandene Läutewerk "Maria" und "Cyriakus" sowie die von Pfarrer Johannes Reijs gestifteten Glocken "Elisabeth-Theodor" und "Johannes". Foto: Kirchenarchiv

Knittel, Metzgerei, Lüdenscheider Str.; 2010: Stern-Grill;

Köster, Edeka-Geschäft, Mittelstraße;


Kreisverkehr an der Kreuzung L 561/L 707, eingeweiht am 24.11.2011. Die Schwungräder wurden vom Geschichts- und Heimatverein auf der Mittelinsel plaziert.


Kürbismarkt 2005

Kürbismarkt in Rärin, fand 2011 mit 78 Anbietern zum 11. Mal statt; Organisator: Gerd Holthaus;


Lexikon für die Gemeinde Herscheid, erstellt durch Horst Hassel,
58849 Herscheid, Tel.: 02357/903090, E-Mail: webmaster@plbg.de