Link zur Geschichte der Hauptschule Rahlenberg      Rahlenberg-Schule in der Presse

Quelle: 15 Jahre Schulbau im Landkreis Altena, Mai 1964, S. 18

Volksschule am Rahlenberg


Fertigstellung 1964. 7 Klassenräume, voraussichtliche Baukosten 1.500.000 DM. 1975 Anbau an die Schule, dann Bau der Turnhalle.


Klassentreffen: Jahrgang 1967


Aus der Schulchronik

Aus einer Urkunde, die sich noch heute unter den Akten der Pfarrei befindet, geht hervor, dass in Herscheid 1546 die erste Lehrerstelle eingerichtet wird. Zu einem ersten größeren Schulbau kommt es aber erst 1836, nachdem der westfälische Oberpräsident von Vincke 1832 bei einem Besuch in Herscheid die hiesige Schuleinrichtung bemängelt hat. So entsteht 1836 eine einklassige Dorfschule mit einem zweiten kleinen Raum und einer Lehrerwohnung in der ersten Etage. Der Neubau kostet 2.932 Thaler,3 Silbergroschen und 2 Pfennige. 1862 fällt das Gebäude dem großen Dorfbrand zum Opfer und muss wieder aufgebaut werden. Die Schule bleibt bis 1845 einklassig. Sie besteht dann bis 1884 aus zwei Klassen. Von 1884 bis 1886 ist sie dreiklassig und anschließend bis 1901 vierklassig. Im Jahre 1901 kann ein zweites Schulgebäude unterhalb der alten Schule errichtet werden. Es umfasst zwei Klassenräume und eine Lehrerwohnung. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges steigt die Zahl der Schüler durch den Zuzug von Evakuierten und Vertriebenen. So muss 1949 der kleine Schulraum in der ersten Etage der alten Schule auf Kosten der Lehrerwohnung ausgebaut werden.

1957 wird dann aus einer Zweizimmerwohnung in der ersten Etage der neuen Schule ein Mehrzweckraum hergerichtet, der ab April 1959 die fünfte Klasse beherbergt. In den fünf Klassen werden zu diesem Zeitpunkt 220 Schüler unterrichtet. Die weiter steigende Schülerzahl - 1960 sind es bereits 250 Schüler - erfordert schon im April 1960 eine sechste Klasse. 1961 kommt die siebente hinzu. Um den Nachmittagsunterricht (Schichtunterricht) zu beenden, errichtet die Gemeinde im September 1960 ein Schulholzhaus zwischen den beiden Schulgebäuden. In diesen drei Gebäuden wird der Unterricht bis zum Bezug des Schulneubaus am Rahlenberg im Jahre 1964 fortgeführt. Die Zahl der Schüler steigt in diesem Zeitraum von 250 auf 304 an. Vier Jahre später erfolgt dann 1968 der Abriss des ältesten Gebäudes. Die stetig steigende Zahl der Schüler und die damit zunehmende Raumnot führen bereits 1956 zu ersten Gesprächen über einen Schulneubau.

Im Jahr 1960 legt der damalige Schulleiter und spätere Rektor Prolingheuer der Gemeinde Herscheid ein Memorandum vor, dessen Inhalt die derzeitigen schlechten Schulverhältnisse und die für die Zukunft immer schwieriger werdende Schulsituation aufzeigt. Wenn die Schulverhältnisse in der Gemeinde in rechte Bahnen gelenkt werden sollen, führt nach seiner Meinung der Weg nur über einen Neubau. Rat und Verwaltung folgen ihm, bereits wenige Wochen später kauft die Gemeinde das Baugrundstück am Rahlenberg. Im Juni des Jahres findet eine Ortsbesichtigung mit Vertretern der Bezirksregierung in Arnsberg und Sachverständigen des Kreises statt, die einen Schulneubau auf dem Gelände am Rahlenberg befürworten. In einer öffentlichen Gemeinderats- und Schulausschusssitzung, die im selben Monat stattfindet, wird das Schulneubauprojekt ausführlich erörtert. Das vom Schuleiter beantrage Raumprogramm wird genehmigt. über das von der Regierung finanziell geförderte Raumprogramm hinaus wird von der Gemeinde ein Gemeinschaftsraum und Physikraum vorgesehen. Der Gemeinschaftsraum soll nicht nur für Schulfeiern, sondern auch für Veranstaltungen der Volkshochschule genutzt werden. So soll die neue Schule zu einem kulturellen Mittelpunkt des Dorfes werden. . .


Schulleiter:
Paul-Gerhard Prolingheuer (1964-1988)
Hartmut Hüppop (1988-1993)
Wolfgang Franke (1993)

Hausmeister-Ehepaar: Franz und Irmgard Wolff (1971-1993)
Hausmeister: Rakete (1990-)


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